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Prachtboulevard – Feel the Motion

Der Ostwall, ein Prachtboulevard der seinesgleichen sucht, wird durch ein aktives Straßenmarketing in seiner Attraktivität für Shopping, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeitaktivitäten gestärkt. Der Ostwall bildet, als innerstädtische Hauptachse vom Hauptbahnhof ausgehend, mit dem Nord-, West- und Südwall die Begrenzung der Altstadt und des zentralen Einkaufsbereichs der Krefelder Innenstadt. Die Allee mit ihrem breiten, grünen Mittelstreifen ist seit jeher das Wahrzeichen der Samt- und Seidenstadt, deren Geschichte sich in den restaurierten Patrizierhäusern spiegelt, die den Straßenrand schmücken.

Aufgrund der prominenten Lage und seiner großflächigen Bauweise, ist der Ostwall der wohl bedeutendste Straßenzug im Krefelder Altstadtkarree. Dieser Boulevard besitzt daher auch eine herausragende Bedeutung in Entwicklungskonzepten für Krefeld. Die breiten Grünflächen zwischen den Fahrbahnen laden nicht nur zur Erholung ein, während rundum das innerstädtische Leben pulsiert, sie bieten auch einen geeigneten Raum für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Die gemischte Bebauung erlaubt einen vorteilhaften Mix aus Wohn- und Einkaufsflächen, gepaart mit einer idealen Verkehrsanbindung sowie einer attraktiven, grünen Mittelachse mit wertvollem, altem Baumbestand. Dies sind Alleinstellungsmerkmale dieses Straßenzugs, die kaum zu übertreffen sind und auf die ein Marketingkonzept für den Ostwall in Krefeld aufbauen sollte.

Zielsetzung

Die Attraktivität des Ostwalls als Wohnquartier, als Einkaufsstraße wie auch für kulturelle und unterhaltsame Events, wird durch das aktive Straßenmarketing der Redaktion Ostwall.de vergrößert und verstärkt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung des Ostwalls für die Entwicklung der Krefelder Innenstadt zu schärfen sowie die Eigeninitiative der Anwohner und Gewerbetreibenden am Ostwall zur Aufwertung dieser historischen Prachtstraße zu unterstützen und zu ermutigen.

Die Ziele des Ostwall-Konzepts im Detail

Neugestaltung des Ostwalls ist bereits in vollem Gang. Trotzdem bleiben auch weiterhin viele Möglichkeiten, um die Attraktivität des Ostwalls zu stärken. Für den Erfolg eines Konzepts für das Straßenmarketing des Krefelder Ostwalls sind die folgenden Punkte entscheidend:

  • Die Entwicklung lokaler Marketingaktivitäten für den Ostwall und den Entwurf von Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in diesem Umfeld.
  • Die Förderung einer abwechslungsreichen Gestaltung des Ostwalls im Einklang mit dem Gesamtkonzept für die Entwicklung der Krefelder Innenstadt.
  • Die zeitnahe Erarbeitung neuer, individueller Nutzungskonzepte, die sich in das Gesamtbild des Ostwalls einfügen, sollte für frei werdende und ungenutzte Gewerbeflächen sichergestellt werden.
  • Stärkung des Handels am Ostwall, unabhängig von der geplanten Errichtung einer Passage, einer Galerie oder eines Shopping-Centers.
  • Die Entwicklung lokaler Nutzungskonzepte sollte auf die besonderen Stärken des Ostwalls aufbauen:
  • die attraktive Straßenlandschaft mit den historischen Bauten, den großzügigen Grünflächen und den Alleebäumen,
  • den guten Mix von wohnen, arbeiten und einkaufen,

die verkehrsgünstige Lage für ÖPNV und Individualverkehr sowie das umfangreiche Stellplatzangebot vor Ort und in der näheren Umgebung

Der Ostwall als „Marke“

Wie ein Markenprodukt von seinen Alleinstellungsmerkmalen lebt, so sollte auch ein Marketingkonzept für die Krefelder Prachtstraße die unerreichbaren Qualitäten des Straßenzugs herausarbeiten.

Alleinstellungsmerkmal: Lage

Einzigartig an diesem Boulevard ist die Lage, die in nördlicher Richtung vom Hauptbahnhof ausgehend, den östlichen Rand der Krefelder Altstadt markiert. Durch diesen Standort ist der Ostwall unmittelbar an die lokalen, regionalen wie auch überregionalen Verkehrsströme angebunden. Diese optimale Verkehrsanbindung lässt sich sowohl für den Handel, als auch touristisch nutzen. Wer Krefeld besucht, sieht den Ostwall. Die Allee im Krefelder Stadtteil Cracau ist seit jeher ein Wahrzeichen für die niederrheinische Metropole, wie die Champs Élysées in Paris oder die Linden in Berlin.

Historische Bedeutung

Ein Pluspunkt für den Ostwall ist die großzügige Anlage der Allee. Der ausgedehnte Mittelstreifen mit weitgehend historischem Baumbestand lädt geradewegs zu einer Nutzung für Veranstaltungen und Events in diesem vitalen Krefelder Altstadtbezirk ein. Diese Form der Anlage verdankt der Ostwall der Geschichte seiner Entstehung, die eng mit der Blütezeit der Seidenweberei verknüpft ist. Der Ostwall besitzt daher eine unmittelbare Verbindung zur Dachmarke der Stadt Krefeld, der Stadt wie Samt und Seide.

Ein repräsentatives Zeichen dieser Geschichte ist das erhaltenen Denkmal des Seidenwebers, das die Krefelder „Meister Ponzelar“ nennen. Es steht an der Einmündung des Südwalls in den Ostwall, unweit des Hauptbahnhofs an dem der prominenteste Krefelder Boulevard seinen Anfang hat. Weitere historische Symbole sind die teilweise sehr liebevoll restaurierten, klassizistischen Gebäude aus der Seidenweberzeit.

Der Ostwall entstand nach Plänen des Baumeisters Adolph von Vagedes in der Zeit zwischen 1817 und 1850, im Rahmen der sechsten Erweiterung der Stadt Krefeld. Diese Zeit war geprägt von einem raschen Wachstum der Stadt nach dem Ende der französischen Besatzung und vor dem Beginn der Industrialisierung. Zuvor, im achtzehnten Jahrhundert, hatte die Stadt Krefeld mit dem Aufstieg der Seidenweberei bereits eine Blütezeit erlebt. Das technische Zeitalter begann in Krefeld im Jahr 1849 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie zwischen Aachen und Oberhausen. In späterer Zeit wurde Krefeld auch ein bedeutender Standort für die Stahlproduktion, insbesondere von Edelstahl, der sich teilweise bis heute erhalten hat.

Mit den drei anderen Wällen im Süden Westen, und Norden der Altstadt bildet der Ostwall ein exaktes, regelmäßiges Rechteck, das er, durch eine kurze Verlängerung, mit dem Hauptbahnhof verbindet. Der Boulevard am Ostrand der Krefelder Altstadt ist nicht nur wegen seiner verkehrstechnischen Bedeutung, sondern auch wegen seiner Ausmaße die bedeutendste Prachtstraße der vier Wälle im Stadtzentrum von Krefeld.

Samt und Seide

Obwohl die Seidenweberei in Krefeld fast nur noch eine geschichtliche Bedeutung besitzt, ist die Verwendung dieser edlen Produkte der Textilindustrie als Markenzeichen der Stadt auch für die Zukunft vorteilhaft, wenn sie auch von der engen Verknüpfung mit der Textilproduktion gelöst zu sehen ist. Der Slogan ist authentisch, weil er historisch gewachsen ist, und er besitzt eine überregionale Bekanntheit. Diese Eigenschaften geben dem Leitspruch einen hohen Markenwert für dessen Ersatz ein großer Aufwand nötig wäre.

Die Begriffe Samt und Seide stehen für Außergewöhnliches und Hochwertiges. Diese Qualitätsmerkmale lassen sich auch unabhängig von der realen Textilproduktion im Markenbild der Stadt nutzen. Aber auch in einem direkteren Sinn besitzt der Leitspruch noch heute eine Bedeutung. Krefeld ist weiterhin ein wichtiger Industriestandort. Das hierdurch entstehende Arbeitsplatzangebot ist auch für den Wohnstandort Krefeld und damit gerade für den Ostwall von Bedeutung.

Das Motto „Samt und Seide“ lässt sich für den Ostwall aber auch noch in ganz eigener Weise interpretieren. Der sehr dynamische Vorgang der Weberei kann als Sinnbild für die spezielle Kompetenz des Ostwalls erkannt werden, die der Prachtboulevard im Entwicklungskonzept für die Krefelder Innenstadt innerhalb der vier Wälle besitzt: die Bewegung.

Wohnqualität

Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung als Marke kann der Ostwall auch auf das positive Image bauen, das die niederrheinische Großstadt als Wohnstandort besitzt. Der Ostwall ist in vielerlei Hinsicht eine attraktive Wohngegend. Das Grün der Straßenbäume und des Mittelstreifens sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Umfangreiche Kultur- und Freizeitangebote nähren die Vitalität des Standorts Ostwall.

Förderlich für die Wohnqualität an diesem Boulevard sind die ausgezeichneten Einkaufsmöglichkeiten, die am Niederrhein unerreicht sind, aber auch die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer auf dieser Straße, die eine günstigere Durchmischung der verschiedenen Verkehrsströme erlaubt und die Belastungen durch den Straßenverkehr reduziert. Dieser Standortvorteil sollte auch bei der Pflege der Marke Ostwall gezielt ausgebaut werden. Eine Förderung von Kultur- und Freizeitangeboten kann hier unterstützend wirksam werden.

Räumliche und funktionale Bedeutung des Ostwalls

Auf Grund seiner Lage und seiner verkehrstechnischen Kapazität ist der Ostwall der bedeutendste Eingang zu den Einkaufs-, Kultur- und Freizeitangeboten der Krefelder Altstadt. Der Ostwall steht für Bewegung und Vitalität. Dem Ostwall kommt aber auch die Aufgabe zu, als Aushängeschild für den zentralen Innenstadtbereich zwischen den vier Wällen zu werben. Er ist die grüne Visitenkarte der Stadt Krefeld. Die Gestaltung der Fahrbahnen und angrenzenden Bereiche sollte daher auch zum Anhalten und Eintauchen in die Krefelder Altstadt einladen.

Der Ostwall sollte nicht als Durchgangsstraße wahrgenommen werden, sondern vornehmlich als Ziel und Ausgangspunkt für Shopping, für Kultur- und Freizeitaktivitäten. Hierfür sind sowohl lokale Parkmöglichkeiten und Einkaufsgelegenheiten am Ostwall von Bedeutung, als auch eine geschickte Lenkung der Verkehrsströme in die angrenzenden Bereiche der Krefelder Altstadt mit den dort vorhandenen Stellflächen und Gewerbeeinheiten.

Jedem der vier Krefelder Wälle lässt sich eine eigene Rolle zuordnen. Am Südwall sind Freizeitangebote und die Gastronomie zu Hause. Der Westwall bietet Erholung und am Nordwall ist die Arbeit das zentrale Thema. Der Ostwall verbindet alle diese Bereiche über die hier zusammenlaufenden Verkehrsstränge mit den äußeren Stadtgebieten und dem Umland. Wer in die Krefelder Innenstadt will, sieht in der Regel als erstes den Ostwall. Der Boulevard kann sich daher auch in dieser Hinsicht mit Recht als Visitenkarte und Aushängeschild der Stadt Krefeld bezeichnen.

Ausarbeitung des Straßenkonzepts

Das Marketingkonzept für den Ostwall in Krefeld hat seinen Ausgangspunkt in den Konzepten für die Entwicklung der Stadt als Ganzes sowie des Innenstadtbereichs der Krefelder Altstadt im Stadtteil Cracau, dessen östliche Grenze er bildet. Das Straßenkonzept für den Ostwall bildet einen eigenständigen Entwurf, der sich integral in die übergeordneten Konzepte einfügt. Auf diese Weise sollen die verschiedenen Aktivitäten zur Stärkung des Wohn- und Wirtschaftsstandorts, zu dem der Ostwall gehört, in einem synergetischen Prozess gleichzeitig unterstützt und für die Weiterentwicklung des Boulevards genutzt werden.

Lage

Die niederrheinische Großstadt Krefeld erstreckt sich von einem rund 6 Kilometer langen Rheinufer zwischen Meerbusch und Duisburg im Osten über ein näherungsweise quadratisches Gebiet, in dessen Zentrum der Stadtteil Cracau und damit auch der Ostwall liegt. Außerhalb des Stadtkerns sind die heutigen Stadtgrenzen durch eine Reihe von Eingemeindungen nach dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden. Aufgrund dieser historischen Entwicklung laufen zentrale Verkehrsadern der Stadt in der Umgebung des Ostwalls zusammen, unter anderem auch sämtliche Linien des öffentlichen Nahverkehrs der Region. Weiter östlich verläuft auch die A57 als wichtigste Straßenverbindung zwischen Köln und Rotterdam über Krefelder Stadtgebiet. Die gute Verkehrsanbindung ist ein wichtiger Standortvorteil für den Ostwall.

Bisherige Entwicklung des Ostwalls

Seit den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und dem Wiederaufbau sind bereits viele Ideen zur Steigerung der Attraktivität des Ostwalls entwickelt und, zumindest teilweise, auch umgesetzt worden. Sie befassten sich mit der Bepflanzung sowie der Aufstellung von Kunstwerken auf dem Mittelstreifen, der Verschönerung und in Teilen auch einer Verbreiterung der Gehwege, aber ebenfalls mit der Ausrichtung von Veranstaltungen, Ausstellungen und Events. Diese Aktivitäten entstanden teilweise durch die Eigeninitiative der Anlieger des Ostwalls, denen ihr Boulevard sehr am Herzen liegt. Seit dem Beginn der 1990er-Jahre wird der Ostwall von der Stadtplanung, als Markenzeichen der Samt- und Seidenstadt, aktiv gefördert. Historische Wohngebäude wurden teils in vorbildlicher Weise restauriert.

Bereits 1969 entstand durch den Künstler Wilhelm G. Cassel die Idee, den Verlust der im Krieg zerstörten oder beschädigten Denkmale durch die Aufstellung zeitgenössische Kunstwerke auf dem Boulevard auszugleichen und den Ostwall somit in einen „Kunstwall“ zu verwandeln. Erste Schritte in dieser Richtung wurden allerdings erst ab 1987 realisiert. Das bekannteste Objekt in diesem Zusammenhang ist die aus optischen Linsen bestehende Installation „Integration“ des Künstlers Adolf Luther. Ein anderes neu aufgestelltes Kunstobjekt auf dem Ostwall ist eine Steinskulptur des Bildhauers Michael Franke, die an Adolph von Vagedes erinnert, den Schöpfer der durch die vier Wälle begrenzten Stadterweiterung.

Ausblick auf das zukünftige Straßenbild

 Der Ostwall ist das Tor zur Krefelder Altstadt. Über diese Prachtstraße erfolgt der Hauptzugang zu den Geschäften und Freizeitangeboten innerhalb der vier Krefelder Wälle. Für die Gestaltung des Ostwalls stellt daher das Thema Bewegung das Leitmotiv dar. Die Konzentration auf dieses Hauptthema schließt aber das gezielte Setzen von Kontrapunkten, in Form von Zonen der Ruhe, nicht aus. Hierdurch lässt sich, gerade im Gegenteil, die Wahrnehmung für das Leitmotiv schärfen. Zu diesem Zweck angelegte ruhigere Bereiche sollten allerdings den dynamischen Charakter des Boulevards nicht verdecken, sondern betonen.

Die zentrale Lage des Ostwalls, als Einfallstor zur Altstadt, gibt der Zielgruppe der Besucher ein besonderes Gewicht. Gleichzeitig muss aber auch die Attraktivität des Ostwalls für die Anwohner erhalten und gefördert werden. Wie lassen sich die Ziele des Straßenkonzepts in die Realität umsetzen?

Grundlagen für die Umsetzung des Straßenkonzepts

Bei der Verschönerung und Aufwertung des Ostwalls hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Eigeninitiative der Anlieger, der Anwohner, Eigentümer und Gewerbetreibenden, als vorteilhaft erwiesen. Für die Erneuerung und die Fortentwicklung des Ostwalls stehen auch Fördermittel zur Verfügung, die von entsprechenden Initiativen genutzt werden können. Anlieger des Ostwalls sollten sich als Team verstehen, das für die Attraktivität des Standorts verantwortlich ist. In einer solchen Kooperation lassen sich die Standortvorteile des Ostwalls in kleinen Schritten gezielt ausbauen und zum Vorteil jedes Einzelnen nutzen.

Mit kleinen Schritten zum Ziel

Jeder Beteiligte sollte zunächst die eigene Position innerhalb des Straßenkonzepts für den Ostwall bestimmen und sich überlegen, wie das eigene Angebot in das Gesamtkonzept für die Straße hineinpasst und welchen Nutzen es daraus zieht. Auf dieser Grundlage ist eine koordinierte Straßenentwicklung möglich, die Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringt. So wie die Summe der Fäden in Verbindung mit der Bewegung des Webstuhls das Tuch erzeugt, so kann jeder Anlieger am Produkt Ostwall mitarbeiten und in seinem Bereich das attraktive Erscheinungsbild des Ostwalls im Gesamten fördern.

Vielfalt als Vorteil verstehen

Eine Organisation der Beteiligten ist notwendig, um die Aktivitäten zu koordinieren. Allerdings sind auch hierbei die lokalen Beziehungen der Nachbarn untereinander am wichtigsten. Jeder Straßenabschnitt kann hier sein eigenes Teilkonzept entwickeln und realisieren. Eine Abstimmung der Aktivitäten ist zwar erforderlich, es ist aber keine Voraussetzung, dass sich alle Anlieger vom Hauptbahnhof bis zum Nordwall gemeinsam an einen Tisch setzen, um die Entwicklung des Ostwalls zu beraten.

 Im Gegenteil, eine kleinräumigere Koordination, bei der sich die einzelnen Bereiche zwar das Leitmotiv für die Gestaltung des Ostwalls im Blick haben, sich aber vorwiegend mit ihren benachbarten Teilen abstimmen, erscheint sogar sinnvoller. So lassen sich kleine, lokale Fortschritte schneller erzielen und auch die Vielfalt und Lebendigkeit des Ostwalls kann davon profitieren. Auf seiner Länge von 1,2 Kilometern ist der Boulevard durch die verschiedenen Verkehrsströme, aber auch die verschiedenartigen Innenstadtbereiche, die sich anschließen, ohnehin unterschiedlich geprägt. Ein Konzept das diese Differenziertheit in die Gestaltung des Straßenzugs mit einbezieht, verspricht hier wohl den größten Erfolg.

Diversität und Bewegung

Der Ostwall, ein Prachtboulevard der seinesgleichen sucht, wird durch ein aktives Straßenmarketing in seiner Attraktivität für Shopping, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeitaktivitäten gestärkt. Der Ostwall bildet, als innerstädtische Hauptachse vom Hauptbahnhof ausgehend, mit dem Nord-, West- und Südwall die Begrenzung der Altstadt und des zentralen Einkaufsbereichs der Krefelder Innenstadt. Die Allee mit ihrem breiten, grünen Mittelstreifen ist seit jeher das Wahrzeichen der Samt- und Seidenstadt, deren Geschichte sich in den restaurierten Patrizierhäusern spiegelt, die den Straßenrand schmücken.
Aufgrund der prominenten Lage und seiner großflächigen Bauweise, ist der Ostwall der wohl bedeutendste Straßenzug im Krefelder Altstadtkarree. Dieser Boulevard besitzt daher auch eine herausragende Bedeutung in Entwicklungskonzepten für Krefeld. Die breiten Grünflächen zwischen den Fahrbahnen laden nicht nur zur Erholung ein, während rundum das innerstädtische Leben pulsiert, sie bieten auch einen geeigneten Raum für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Die gemischte Bebauung erlaubt einen vorteilhaften Mix aus Wohn- und Einkaufsflächen, gepaart mit einer idealen Verkehrsanbindung sowie einer attraktiven, grünen Mittelachse mit wertvollem, altem Baumbestand. Dies sind Alleinstellungsmerkmale dieses Straßenzugs, die kaum zu übertreffen sind und auf die ein Marketingkonzept für den Ostwall in Krefeld aufbauen sollte.

Maßnahmen zur Realisierung

Abgesehen von baulichen Veränderungen am öffentlichen Straßenraum, wie der Veränderung von Fahrbahnen, Gehwegen und Stellplätzen, lassen sich viele Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Ostwalls in Eigenregie der Anlieger durchführen. Dies beginnt bei einer freundlichen Gestaltung von Wohnbereichen und setzt sich mit einladenden Gewerbeflächen fort. Welche Maßnahmen sind im Einzelnen geeignet, ein Konzept für die Steigerung der Attraktivität des Ostwalls, für Anwohner wie für Besucher, umzusetzen?

Freundliche Fassaden

In Abstimmung mit dem Gesamtbild eines Hauses, kann bereits eine individuelle Gestaltung von Fensterflächen durch die Bewohner dem Gebäude einen sympathischeren Eindruck verschaffen. Dabei ist natürlich auf den Charakter des Hauses Rücksicht zu nehmen. Ein anderer Aspekt betrifft die Hauseigentümer. Bei einer anstehenden Renovierung oder Restaurierungsarbeiten, kommt der Wahl geeigneter Farben eine besondere Bedeutung zu. Für die Repräsentation des Leitmotivs „Bewegung“ erscheinen vitale und abwechslungsreiche Farbgebungen am passendsten. Der Anblick des Ostwalls sollte einen frischen und freundlichen Eindruck hinterlassen.

Einladung zum Halt

Obwohl und gerade weil die Bewegung das zentrale Thema des Ostwalls ist, sind Angebote, die zum Anhalten und Verweilen einladen hier besonders wichtig. Solche Anreize können zum Beispiel von einem besonders schön restaurierten Gebäude ausgehen. So etwas wirkt aber eher auf denjenigen, der bereits innegehalten hat. Geeignete Mittel, die zum Anhalten verlocken, sind unerwartete, ungewöhnliche Dinge am Straßenrand. In dieser Hinsicht sind insbesondere die Gewerbetreibenden am Ostwall gefordert. Sie sollten sich nicht in ihre Geschäftsräume zurückziehen, sondern auch in den Straßenraum hinaus gehen. Hierauf sollte schon bei der Neuansiedlung von Handel, Dienstleistungsbetrieben und Gastronomie Wert gelegt werden.

Das passende Angebot

Auch wenn die Schaffung von Zonen relativer Ruhe innerhalb der Betriebsamkeit des Ostwalls notwendig erscheint, ist es wichtig, schon bei der Planung darauf zu achten, dass sie in die Umgebung passen und auch angenommen werden. Zum Beispiel werden Verweilzonen auf dem Mittelstreifen einer derart betriebsamen Allee, wie dem Ostwall, nur dann attraktiv sein, wenn dort zusätzliche Anreize für den Aufenthalt geboten werden. Auch hier empfiehlt es sich, das Thema Bewegung wieder aufzugreifen, wie das in den vergangenen Jahren bereits geschehen ist. Als geeignete Attraktionen erscheinen daher Installationen mit bewegten Objekten, Lichtinstallationen in den dunkleren Jahreszeiten, aber auch Veranstaltungen und Events.

Auf Grund der Platzverhältnisse bietet sich im südlichen Teil des Ostwalls der Mittelstreifen für die Nutzung als Verweilzone an. Trotzdem sollte auch hier auf eine attraktive Gestaltung der Gehwege geachtet werden. Leere Bürgersteige sind wenig einladend. Die aus der Geschichte erwachsene Bedeutung des Ostwalls sollte nicht dazu verleiten, den Boulevard als ein museales Arrangement edler Fassaden zu begreifen. Auch in der Gestaltung der Gehsteige sollte sich die Vitalität der Straße spiegeln. Andererseits kann es aber nicht wünschenswert sein, den Fluss der Bewegung durch die Gehweggestaltung zu unterbrechen. Er sollte nur teilweise verzögert, beziehungsweise zu den Angeboten der angrenzenden Bereiche umgeleitet werden.

Zum Beispiel ist der Ostwall für eine aufwändige Außengastronomie weniger geeignet. Solche Angebote finden am Südwall einen besseren Platz. Die Gehsteige des Ostwalls sollten eher durch kleine, individuelle Glanzlichter aufgelockert werden. Dies kann beispielsweise auch ein zeitweilig aufgestellter, ungewöhnlicher Blickfänger sein, der auf ein Ladenlokal hinweist und nach Geschäftsschluss weggeräumt wird. Hier wäre aber auch der geeignete Ort, um das Thema Kunstwall aufzugreifen und mit einer gezielt platzierten Plastik, Kunst in den Straßenraum und damit in den Alltag zu integrieren. Ein passendes Kunstobjekt könnte das Leitmotiv Bewegung besonders gut repräsentieren.

Punkthaft gesetztes Straßengrün böte eine weitere Möglichkeit, die Gehwege zu beleben. Auch wenn der Ostwall mit dem bepflanzten Mittelstreifen am südlichen Ende bereits ein sehr grünes Bild zeigt, könnte er durch eine ein Aufgreifen dieses Motivs am Rand der Straße noch zusätzlich gewinnen. An dieser Stelle sind die auch Ideen der Anlieger gefragt wirkungsvolle Anreize zu liefern, damit Durchreisende auf dem Ostwall am liebsten sofort anhalten und aussteigen wollen.

Die Pflege des Bestands

Eine Maßnahme, an der sich alle Anlieger des Ostwalls beteiligen können, egal ob als Gewerbetreibende, als Anwohner oder als Hauseigentümer, ist die Pflege der vorhandenen Substanz. Hier kann jeder buchstäblich vor seiner eigenen Türe kehren. Für ein attraktives Straßenbild sollte sich jeder zuständig fühlen. Aber auch Hinweise an die zuständigen Stellen, damit im öffentlichen Straßenraum entstehende Mängel schnell wieder beseitigt werden, liegen in der Verantwortung eines jeden Anliegers.

Die Attraktivität des Ostwalls lässt sich durch viele kleine Dinge verbessern. Für jeden Einzelnen, der daran interessiert ist, bedeutet das zunächst einfach, die Augen offen halten. Wo kann etwas verschönert werden? Wo entstehen Probleme, die beseitigt werden müssen? Wo kann ich selbst anfassen, damit der Ostwall attraktiver wird? Wenn jeder diese Fragen im Blickfeld hat, ist die Zukunft des Ostwalls gesichert.

Den Ostwall als Markenprodukt begreifen

Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Krefelder Prachtboulevards befassen sich mit der Markenwahrnehmung des Begriffs Ostwall. Der Name Ostwall wird vielfach bereits nicht nur als eine Straßenbezeichnung perzipiert, sondern mit einer Reihe positiver Eigenschaften verknüpft. Dieses Alleinstellungsmerkmal sollte gezielt gestärkt und ausgebaut werden.

Was transportiert die Marke Ostwall?

Für die Markenwahrnehmung ist es wichtig, dass die positiven Merkmale, die mit dem Markenzeichen verknüpft sind und verbunden werden sollen, regelmäßig auch in Zusammenhang mit der Marke genannt werden. Im Falle des Ostwalls sind dies die folgenden Eigenschaften:

Grüne Visitenkarte
Vitalität und Bewegung
Repräsentatives Wohnen in attraktiver Umgebung
Historischer Boulevard und moderne Einkaufszone
Prominente Lage am Hauptbahnhof mit hervorragender Verkehrsanbindung
Rückgrat des Krefelder Stadtzentrums
Versinnbildlicht den Leitspruch der Stadt Krefeld „wie Samt und Seide“

Markenbewusstsein stärken

Die charakteristischen Eigenschaften der Marke Ostwall verbinden sich umso stärker mit diesem Namen, je öfter sie in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Hier bietet sich für jeden Freund des Boulevards im Herzen Krefelds die Gelegenheit, an dessen Attraktivität mitzuarbeiten. Die positiven Markeneigenschaften des Ostwalls sollten überall erwähnt werden, wo diese Prachtallee das Thema ist.

Logo

Eine Marke erhält ihre identitätsstiftende Wirkung durch eine einheitliche Verwendung und ein standardisiertes Aussehen. Ein entsprechender Entwurf für den Schriftzug Ostwall, findet sich auf ostwall.de, ebenso wie die zugehörige Schriftart. Dieses Ostwall-Logo versinnbildlicht das Leitmotiv dieses Rückgrats der Krefelder Innenstadt, die Bewegung. Somit kann sich auch hier jeder einzelne daran beteiligen, den Ostwall als Markenzeichen in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, indem dieses Logo überall dort erscheint, wo vom Ostwall die Rede ist.

Zusammenfassung des Straßenkonzepts

Die Erhaltung und Steigerung der Attraktivität des historischen Prachtboulevards Ostwall ist nicht nur eine Aufgabe für die Verwaltung der Stadt Krefeld, sondern liegt auch im Verantwortungsbereich der Hauseigentümer, der Gewerbetreibenden und Anwohner. Jeder Anlieger des Ostwalls kann seinen Beitrag leisten, um die Qualitäten der Straße zu erhalten und zu verstärken. Dies beginnt bei der Aufmerksamkeit für entstehende Mängel, Missstände oder Probleme und endet bei der Selbstdarstellung der Anlieger als Gemeinschaft und Team, das durch die Marke Ostwall repräsentiert wird. Als Markenzeichen für die Stadt Krefeld gehört der Ostwall allen, die sich dort aufhalten und jeder sollte sich für den Zustand dieses niederrheinischen Juwels verantwortlich fühlen.

Sie sind bereits Teil des Ostwalls?

Sie wohnen am Ostwall? Sie betreiben hier ein Geschäft? Sie besitzen Immobilien auf diesem Prachtboulevard? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und schauen sich Ihren Ostwall kritisch an. Ist wirklich alles schon perfekt in Ihrer Umgebung? Oder gibt es noch Dinge, die Sie vielleicht selbst, mit wenig Aufwand noch verbessern können? Vielleicht sind auch Planungen nötig, die Sie nicht alleine umzusetzen in der Lage sind. Schauen Sie sich um, hier gibt es viele Hände, die Ihnen helfen können. Der Ostwall strebt nach vorn, bleiben Sie nicht zurück! 

Neu in der Gegend?

Sie suchen eine Heimstatt, ein Atelier, ein Ladenlokal oder einen Geschäftsraum in einer exzellenten Umgebung? Ein Objekt, bei dem sich das Zupacken lohnt? Eine Gemeinschaft, die wie Sie an der Zukunft Ihrer Straße arbeitet? Dann sind Sie in Krefeld auf dem Ostwall richtig. Hier lässt man sich nicht durch wirtschaftliche Krisen entmutigen. Hier packt man auch in schweren Zeiten an. So wie der Plan für den Ostwall als Prachtboulevard mit Alleebäumen, Rabatten und Denkmälern 1817 in Hunger- und Notzeiten entstand, so lässt man sich auch heute nicht von Technologiewandel und Finanzkrisen davon abhalten, dem Ostwall wieder ein ihm gebührendes Kleid zu verschaffen. Diese Neugestaltung baut auf die Initiative und den Einfallsreichtum, die Unermüdlichkeit und den Fleiß der Einwohner. Eigenschaften, mit denen die Seidenweber einst der Samt und Seidenstadt zu ihrer Blüte verholfen und sie weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt gemacht haben. Kommen Sie mit in die neue Zukunft des Ostwalls!

Schlusswort

Der Ostwall lebt durch die Menschen die hier wohnen, arbeiten und handeln sowie durch diejenigen, die als Besucher herein strömen. Helfen Sie mit dieses Prunkstück des deutschen Städtebaus zu erhalten. Beteiligen auch Sie sich an der Pflege dieser Perle der rheinischen Architektur. Machen Sie sich durch die Schönheit Ihres lebendigen Boulevards selbst eine Freude und bereiten Sie den Gästen des Ostwalls einen unvergleichlichen Empfang. Die historische Prachtstraße drängt mit ihrem wertvollen kulturellen Erbe in die Zukunft, springen Sie auf und lassen Sie sich vom Ostwall, diesem dynamischen, vitalen Straßenzug mitreißen.

Vielen Dank.